FDP Ronnenberg stellt Anfrage zur spontanen Schließung des Bürgerbüros

Die FDP Ronnenberg hat eine umfassende Anfrage an die Verwaltung gestellt, nachdem Bürgerinnen und Bürger am heutigen Morgen vor verschlossenen Türen des Bürgerbüros Ronnenberg standen. An der Eingangstür fanden sie lediglich einen Aushang, der auf eine Schließung „bis auf Weiteres“ aus personalorganisatorischen Gründen hinweist.

Für die FDP Ronnenberg ist klar: Eine derart kurzfristige und unbestimmte Schließung eines zentralen Bürgerservices bedarf einer vollständigen und transparenten Aufklärung. Bürgerinnen und Bürger müssen sich jederzeit darauf verlassen können, dass zentrale Dienstleistungen erreichbar bleiben – und wenn dies aus nachvollziehbaren Gründen vorübergehend nicht möglich ist, erwarten wir eine aktive, zeitnahe und vollständige Kommunikation der Verwaltung.

Zentrale Fragen der FDP Ronnenberg an die Verwaltung

In unserer Anfrage stellen wir der Verwaltung unter anderem folgende Fragen:

Transparenz der Entscheidung

  • Seit wann ist das Bürgerbüro geschlossen?
  • Wer hat diese Entscheidung getroffen?
  • Auf welcher Grundlage erfolgte die Schließung (Personalmangel, Krankheitsstand, organisatorische Umstrukturierung)?
  • Welche Alternativen wurden geprüft, bevor eine vollständige Schließung beschlossen wurde?

Personalsituation

  • Wie viele Planstellen existieren im Bürgerbüro und wie viele sind derzeit besetzt?
  • Wie hoch ist der krankheitsbedingte Ausfall?
  • Gibt es unbesetzte Stellen – und wenn ja, seit wann?
  • Welche kurzfristigen Maßnahmen zur Personalüberbrückung wurden geprüft (Abordnungen, Aushilfen, externe Unterstützung, Kooperationen mit Nachbarkommunen)?

Öffentlichkeitsarbeit

  • Warum wurde die Schließung nicht auf der städtischen Website bekannt gegeben?
  • Wer ist für die Informationsweitergabe verantwortlich?
  • Wann ist eine Online-Mitteilung geplant?
  • Welche weiteren Kommunikationskanäle wurden genutzt?

Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger

  • Welche Alternativangebote bestehen derzeit?
  • Wo können Bürgerinnen und Bürger aktuell ihre Anliegen erledigen?
  • Wie wird die Einhaltung wichtiger Fristen (Ausweise, Meldebescheinigungen etc.) gewährleistet?
  • Gibt es Notfallregelungen – zum Beispiel für Reisepässe, Ummeldungen oder Sterbefälle?

Ausblick

  • Wie lange wird die Schließung voraussichtlich andauern?
  • Gibt es einen Maßnahmenplan zur Wiederöffnung?
  • Wann ist mit einer Rückkehr zum regulären Betrieb zu rechnen?

FDP fordert Transparenz und Verlässlichkeit

Die Schließung des Bürgerbüros ohne klare zeitliche Perspektive stellt eine erhebliche Einschränkung für die Menschen in Ronnenberg dar. Der Zugang zu Dienstleistungen der Verwaltung ist ein Grundpfeiler kommunaler Daseinsvorsorge. Wir erwarten daher von der Stadtverwaltung größtmögliche Transparenz und eine offene Kommunikation gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Sascha Goetz,

  1. Vorsitzender des FDP Stadtverbandes Ronnenberg, betont:
    „Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf verlässliche Verwaltung. Wenn zentrale Dienstleistungen nicht erreichbar sind, müssen Gründe nachvollziehbar erläutert werden. Wir erwarten eine zügige und umfassende Beantwortung unserer Fragen, damit Klarheit für alle entsteht.“

Die FDP Ronnenberg wird die weitere Entwicklung eng begleiten und sich weiterhin für eine bürgernahe, transparente und funktionierende Verwaltung einsetzen.